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Handy-Parken immer beliebter  
 
30.12.2009 / Rheinische Post
Kategorie:Presse
 
 
 
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Handyparken immer beliebter

VON SEBASTIAN RADERMACHER - zuletzt aktualisiert: 30.12.2009

Mönchengladbach (RP) 1,8 Millionen Euro will die Stadt an Parkgebühren einnehmen. Dafür nutzt sie alle Möglichkeiten. Wie in Berlin und Frankfurt können Autofahrer jetzt auch in Gladbach das Parkticket per Handy bezahlen.

Ein Parkscheinticket ziehen und bezahlen – ganz ohne Bargeld? An insgesamt 111 Parkscheinautomaten in Gladbach funktioniert das. Seit Anfang September ist es möglich, das Parkticket auch per Handy zu bezahlen.

"Das Handyparken wurde in der Stadt bislang gut angenommen", sagt Stadtsprecher Walter Schröders. Ähnlich wie in Berlin, Frankfurt und Köln – dort ist das Handy-parken ebenfalls möglich – brauchte es auch in Gladbach laut Schröders eine gewisse Anlaufzeit. "Mit den Fallzahlen sind wir bislang aber zufrieden", ergänzt der Stadtsprecher.

Ein wenig getrübt wird die erste Bilanz allerdings durch mehrere defekte Parkscheinautomaten. An einigen Parkplätzen wurden die Automaten Mitte Oktober von Dieben geknackt. Dabei wurden die Geräte derart beschädigt, dass sie ausgewechselt werden mussten. "Von den zerstörten Automaten sind drei noch nicht wieder in Betrieb", berichtet Schröders. In diesen Bereichen können Autofahrer derzeit immer noch kostenfrei (mit Parkscheibe) parken.

Weniger Einnahmen

Dadurch muss die Stadt weiterhin auf Einnahmen verzichten. In diesem Jahr sind rund 1,8 Millionen Euro an Parkgebühren in die Stadtkasse geflossen. Man hoffe, so Schröders, dass langfristig etwa fünf Prozent der Parktickets mit dem Handy bezahlt werden.

Und so funktioniert das Handy-parken: Bevor das Parkticket mit dem Mobiltelefon bezahlt werden kann, muss sich der Handy-Besitzer bei einem der zertifizierten Betreiber im Internet registrieren. Informationen dazu gibt es unter www.mobil-parken.de. Je nach Betreiber muss dann eine Gebühr bezahlt werden. Bei kostenfreien Angeboten bekommen die Kunden allerdings Werbung auf das Handy geschickt. Nach der Online-Registrierung erhält der Handyparker eine Plakette, die er hinter seiner Windschutzscheibe anbringen muss.

Wenn der Handyparker dann sein Auto auf einem kostenpflichtigen Parkplatz abstellen will, muss er sich am mit orangenen Aufklebern gekennzeichneten Parkautomaten die sechsstellige Parkzonen-Nummer merken und in sein Handy eintippen. Kommt er zurück, muss er die Nummer erneut eingeben – bis zur Höchstparkdauer wird so die genaue Parkzeit bestimmt. Es reicht übrigens nicht, nur die Plakette hinter die Scheibe zu kleben: Politessen können nämlich überprüfen, ob der Handyparker sein Ticket auch tatsächlich bezahlt hat.

Quelle: Rheinische Post.


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