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Kommentar: Zeit fürs Handy-Parken
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| 17.08.2009 / FAZ | |
| Kategorie:Presse | |
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Inhalt:
KommentarZeit fürs HandyparkenVon Hans Riebsamen 17. August 2009 Der technische Fortschritt ist nicht aufzuhalten. Doch darf man sich nicht von ihm überrollen lassen. Nicht jede Neuerung ist ein wirklicher Fortschritt mit echtem Nutzwert. Vor allem, wenn es sich um öffentliche Belange handelt, darf man Innovationen nicht überstürzen. Das Handy- parken ist ein solcher Fall, an dem sich gezeigt hat, dass nicht alles, was technisch möglich wird, auch sofort notwendig ist. Nachdem die Wirtschaft die Möglichkeiten des elektronischen Bezahlens mittels eines Mobiltelefons erkannt hatte, stürzte sie sich mit Elan, aber ohne Absprache in die Schlacht. Manche Kommune in Deutschland wurde überrumpelt und ließ sich eine isolierte Insellösung andrehen. Herausgekommen ist ein Flickenteppich von Regelungen wie weiland im Alten Reich. Das Handyparken endet für die Kunden oft schon an der Stadtgrenze, weil die Systeme nicht kompatibel sind. Es darf kein Flickenteppich entstehen Die politischen Planer im Rhein-Main-Gebiet haben deshalb gut daran getan, ein gemeinsames System für den gesamten Ballungsraum in Auftrag zu geben. Wichtiger als eine schnelle Einführung der neuen Technologie ist, das sahen sie richtig, ein einheitlicher Standard, der in allen Kommunen der Region gilt. Denn das Verkehrswesen verträgt schlecht lokale Schranken, liegt es doch in seiner Natur, dass es Lokalitäten verbindet. Eine S-Bahn erfüllt ihren Zweck nur, wenn sie nicht an der nächsten Stadtgrenze endet. Diese Erkenntnis hat seinerzeit die Verantwortlichen in Stadt und Land dazu bewogen, den Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) zu gründen. Denn Verkehr verlangt geradezu Zusammenarbeit auf einer höheren Ebene. Ohne den RMV als gemeinsame Organisation der Kreise und Kommunen wäre die Rhein-Main-Region nicht mehr konkurrenzfähig. Das Abwarten hat sich gelohnt Bei den elektronischen Bezahlsystemen muss es auch zu einer solchen Zusammenarbeit kommen. Mindestens in der Region, am besten auch auf Landes- und Bundesebene. Dies gilt für das Handyticket für Busse und Bahnen ebenso wie für das Parken.Mittlerweile steht eine gemeinsame Plattform fürs Handyparken in Rhein-Main bereit. Das Abwarten hat sich gelohnt. Doch jetzt gilt es für Frankfurt und die anderen Kommunen, entschlossen zuzugreifen. Es ist nicht zu früh und nicht zu spät, sondern der richtige Zeitpunkt. Text: F.A.Z |
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