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Ab März: Handy-Anruf statt Gang zum Parkscheinautomaten
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| 30.01.2009 / Heidenheimer Zeitung | |
| Kategorie:Presse | |
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Inhalt:
Als erste Stadt in Baden-Württemberg
führt Heidenheim Mitte März das Handy-Parken ein. Dies beschloss der
Gemeinderat am Donnerstag einstimmig. Handy-Parken gibt es bereits in
mehreren Großstädten wie Hamburg, Köln oder Wiesbaden. Wie Dr. Joachim
Wahle (im Vorstand der Telematics Pro) dem Gremium erläuterte, geht es
bei der Neuerung darum, über Handy die Parkgebühren zu bezahlen. Das
Suchen nach Kleingeld und der Gang zum Parkscheinautomaten entfällt.
Über
die bundesweite Plattform „www.mobil-parken.de” kann man sich derzeit
unter acht Betreibern dieses Parksystems aussuchen. Wenn man sich dann
angemeldet hat, braucht man zu Beginn eines Parkvorgangs nur noch eine
sechsstellige Telefonnummer anwählen und die Zeit wird registriert.
Bevor man wieder wegfährt, muss man dieselbe Nummer erneut wählen und
der Parkvorgang ist offiziell beendet. Wer das Handy-Parken nutzt, der
muss eine entsprechende Vignette an der Windschutzscheibe anbringen.
Politessen oder andere Vollzugsdienstler können in wenigen Sekunden
über Handy beim Betreiber überprüfen, ob der Parker sich angemeldet
hat.
Wie Wahle weiter ausführte, erfolgt die Abrechnung monatlich und zwar
minutengenau. Die Parkgebühren betragen fünf Cent pro vier Minuten. Da
die Höchstparkdauer weiterhin zwei Stunden beträgt, liegt der
Höchstsatz für einen Parkvorgang bei 1,50 Euro. Es ist möglich, dass
sich Handy-Parker kurz vor Ablauf der zwei Stunden durch ein Signal
alarmieren lassen. Überzieht man die zwei Stunden, dann treten die
gleichen Folgen ein wie bei einem abgelaufenen Parkschein. Für die
Stadt ist der Aufwand zur Umstellung recht gering. Die Aufkleber, die
darauf hinweisen, dass Handy-Parken möglich ist, kosten rund 500 Euro.
Hinzu kommen noch jährliche Kommunikationskosten von etwa 300 Euro. Für
die Stadtkasse wichtig: Die Parkgebühren werden zu 100 Prozent an den
Kämmerer überwiesen. Die Betreiber bieten ihre Dienste teilweise
kostenlos an, einige verlangen eine monatliche Gebühr von zwei Euro,
andere zehn Cent pro Parkvorgang.
Auch nach Einführung des Handy-Parkens ist es weiterhin möglich, mit
Parkscheinen oder an Parkuhren mit Münzen zu bezahlen. Uli Grath (Freie
Wähler) freute sich, dass die Stadt den Vorschlag seiner Fraktion
aufgegriffen und weiterverfolgt hat. Michael Sautter (Grüne) meinte:
„Wenn es glücklich macht, dann soll es an unserer Zustimmung nicht
fehlen.” Gleichzeitig warnte er aber vor der Gefahr des
Datenmissbrauchs. Dazu Wahle: „Was den gläsernen Bürger angeht ist die
Gefahr nicht größer als bei einer Payback-Karte.”
Quelle: Heidenheimer Zeitung
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