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Handy-Parken soll preiswerter werden  
 
13.01.2009 / Berliner Morgenpost
Kategorie:Presse
 
 
 
Inhalt: Der Pilotversuch ist beendet, Handyparken in Berlin bleibt bestehen. Durch mehr Wettbewerb soll es jetzt aber attraktiver werden. Seit gestern gibt es nicht wie bislang nur einen Anbieter, sondern sechs, die um Kunden buhlen. Die IHK geht davon aus, dass das Handyparken durch mehr Wettbewerb preisgünstiger wird. Die Vorteile des Handyparkens - minutengenaue bargeldlose Abrechnung, statt Kleingeld-Stress eine monatliche Abrechnung, keine Festlegung bei der Parkdauer, der Kunde kann den Parkvorgang per Handy an- und abmelden - nutzen in Berlin erst 11 000 Autofahrer. Die üblichen Parkgebühren werden in jedem Fall fällig. Der Handyparken-Betreiber führt sie an den Bezirk ab. Zusätzlich zahlt der Nutzer pro Parkvorgang einige Cent für diesen Service. Im Moment zwischen 7 und 47 Cent. Wer eine geringe Grundgebühr akzeptiert, zahlt pro Transaktion weniger, was sich für Vielparker lohnt. Wer nichts dagegen hat, Werbung aufs Handy zu erhalten, zahlt bei einem Anbieter für den Service nichts; ein zweiter Betreiber offeriert dies bis Ende März. Die 11 000 Autofahrer, die das 2005 in Berlin eingeführte Handyparken nutzen, haben bislang einen monatlichen Umsatz von 50 000 Euro. Nach Auskunft von Marc Schulte (SPD), Wirtschaftsstadtrat in Charlottenburg-Wilmersdorf, entspricht dies rund drei Prozent der Parkeinnahmen in Berlin. Alle sechs Handyparken-Anbieter nutzen in Berlin dasselbe System. In spätestens einem Monat sollen alle 2700 Parkautomaten mit dem neuen orangefarbenen Aufkleber versehen sein. Die sechsstellige Zahl gibt Auskunft darüber, wo der Wagen geparkt wird und welche Gebühren anfallen. Die 100 steht für Berlin, die weiteren Ziffern entsprechen den Gebührenbereichen aus der Pilotphase, die oft auch noch groß auf dem Schild über dem Automaten stehen. Der Kunde teilt diese Nummer per Handyanruf seinem Anbieter mit, wenn er den Parkvorgang startet. Die Politessen kontrollieren das Handyparken neuerdings per Handyanruf, bei dem das Kennzeichen abgefragt wird. Die Vignette wird nicht mehr mit einem Extragerät "gelesen", sondern markiert nur noch den Handyparker. Sie sollte also nach wie vor gut sichtbar sein.

Quelle: Berliner Morgenpost


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