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Bezahlen mit dem Handy  
 
01.12.2008 / NDR-Fernsehn
Kategorie:Presse
 
 
 
Inhalt:

Bezahlen mit dem Handy

Hier finden Sie den Fersehbeitrag .

Wenn die Parkuhr ist kaputt, die Post hat schon zu, beim Fahrkartenschalter fehlt das passende Kleingeld. Abhilfe verspricht das Bezahlen per Handy. Wie funktioniert das und wie teuer ist es? Markt hat es ausprobiert.

Parken

Parkgebühren können norddeutsche Autofahrer in Hamburg und Lübeck mit dem Handy bezahlen. Auch in Wolfsburg ist dies geplant. Dazu müssen sich Kunden bei einem der Anbieter zunächst im Internet anmelden. In Hamburg zum Beispiel gibt es sechs verschiedene. Eine Übersicht zu den Bedingungen und Tarifen findet man auf den entsprechenden Internetseiten wie www.mobil-parken.de.

Nach der Anmeldung bekommt man einen Aufkleber des jeweiligen Anbieters zugeschickt, der im Auto von innen an die Frontscheibe geklebt wird. Die Kontrolleure können dann den Handy-Parker mit seinem Kennzeichen in einer Datenbank finden. Das Parken wird durch einen Anruf gestartet. Dazu tippt der Kunde die orangefarbige Nummer, die am Parkautomaten steht, ein. Kehrt man zu seinem Auto zurück und verlässt den Parkplatz, ruft man noch einmal die orangefarbige Nummer an, um die Parkzeit zu beenden. Ist die Parkzeit zeitlich begrenzt, kann man diese per Handy verlängern.

Die Parkgebühren unterscheiden sich im Vergleich zu Parkuhr oder Automat nicht und stehen in voller Höhe der Stadt zu. Zusätzlich zahlt der Kunde einen Servicebetrag zwischen zehn und 20 Cent pro Parkvorgang. Da aber die exakte Parkzeit abgerechnet wird und der Kunde nicht mehr zu viel bezahlt, kann das Handy-Parken insgesamt sogar etwas billiger sein.

Bus- und Bahnfahren

Für den öffentlichen Nahverkehr in Hamburg und Lübeck kann man ebenfalls mit dem Handy eine Fahrkarte kaufen. Dazu müssen Kunden sich allerdings erst einmal ein spezielles Handy-Ticket-Programm herunterladen, zum Beispiel auf der Internetseite des Hamburger Verkehrsverbundes. Das geht allerdings nur mit einem WAP- oder internetfähigen Handy. Vor Beginn der Bahn- oder Busfahrten kann man nun mit diesem Programm sein Ticket kaufen. Das Ticket kostet genau so viel wie am Automaten, dazu kommen allerdings die Kosten für die mobile Internetverbindung. Je nach Handyvertrag kann das also deutlich teurer werden, als wenn man ein Ticket am Automaten kauft. Ein Vorteil: Mit dem gleichen Handy-Ticket-Programm kann man auch in anderen deutschen Städten, zum Beispiel Köln, Dresden oder Nürnberg, seine Tickets kaufen.

Briefporto

"Immer eine Marke zur Hand" - so wirbt die Post für die "grenzenlose Portofreiheit". Tatsächlich kann man sich mit dem Handy-Porto sehr schnell und einfach eine Briefmarke für einen Brief oder eine Postkarte besorgen. Kunden schicken eine SMS an die Nummer der Deutschen Post: 22122. Innerhalb weniger Sekunden erhalten sie einen zwölfstelligen Code, den sie oben rechts anstatt der Briefmarke auf ihren Brief oder ihre Karte schreiben müssen. Dann kann der Brief verschickt werden. Allerdings lässt sich die Post diesen Service bezahlen: 95 Cent (statt wie sonst 55 Cent) kostet ein Brief, 85 Cent (45 Cent) eine Karte. Dazu kommen die Kosten für die SMS, die je nach Handyvertrag circa 19 Cent betragen.


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