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Bezahlen ohne Münzen  
 
07.11.2008 / Frankfurter Rundschau
Kategorie:Presse
 
 
 
Inhalt:

Bezahlen ohne Münzen

Die Stadt Hanau will sich ab 2009 der regionalen Plattform zum Handyparken anschließen

Nach dem Einparken nicht mehr erst zum nächsten Automaten gehen müssen. Nicht mehr nach Münzen suchen, um möglicherweise die passenden doch nicht zu finden. Nie mehr ein Knöllchen bekommen, weil man die Zeit vorher falsch eingeschätzt hat. Das alles fällt weg, wenn Autofahrer ihre Parkgebühr künftig über das Handy entrichten dürfen - wie es in Hanau ab 2009 (der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest) geplant ist. Der Vorschlag, Parkgebühren künftig auch per Mobiltelefon bezahlen zu können, kam Anfang des Jahres von der CDU-Fraktion. Im Struktur- und Umweltausschuss wurde am Mittwoch darüber gesprochen, wie diese Idee zu realisieren sei.

Viele verschiedene Systeme


Denn auch wenn es Handyparken in Deutschland bislang erst in rund einem Dutzend Städten gibt, so existieren doch etliche Betreiber - mit unterschiedlichen Handhabungen. Die wesentlichsten Unterschiede: Zum einen gibt es das SMS-Parken, bei dem sich der Nutzer nicht anmelden muss, sein Kennzeichen und die gewünschte Dauer als Kurznachricht an eine bestimmte Nummer sendet und dafür ein virtuelles Ticket erhält.

Die meisten Systeme allerdings arbeiten mit vorheriger Anmeldung. Gerhard Wrase vom Eigenbetrieb Hanau Verkehr und Entsorgung erklärt, wie das funktioniert: Man lässt sich bei einem Anbieter registrieren, stellt das Auto ab und wählt bei Beginn und Ende der Parkzeit eine bestimmte Nummer, um die Dauer zu dokumentieren. Abgerechnet wird monatlich.

Doch selbst für diese Form des Handyparkens sind diverse Anbieter auf dem Markt. Das würde normalerweise bedeuten, dass ein Autofahrer sich bei mehreren Betreibern anmelden muss, wenn er in verschiedenen Städten unterwegs ist - je nachdem, mit wem die jeweilige Kommune einen Vertrag abgeschlossen hat. Deshalb will das "Integrierte Verkehrsmanagement Region Frankfurt Rhein-Main" ab 2009 eine Plattform einrichten, die eine Auswahl von sieben zertifizierten Betreibern, aber nur eine zentrale Nummer zum An- und Abmelden bietet.

So können Autofahrer sich bei einer Firma registrieren lassen. Sie bekommen einen Aufkleber für die Scheibe und können in jeder der beteiligten Städte mobil bezahlen. Die einheitliche Telefonnummer wird am Straßenrand angezeigt. Auf diese Weise müssen die Kommunen keinen festen Vertrag mit einem Anbieter abschließen. "Der Nutzer kann selbst wählen. Das ist gut so, denn bei den Gebühren gibt es große Unterschiede", sagt Wrase. Nach Angaben von Stadtrat Axel Weiss-Thiel plant Hanau, sich diesem Verbund anzuschließen - ebenso wie Mainz, Darmstadt und Wiesbaden. Eines bleibt indes unverändert: Wer nicht zahlt, kriegt einen Strafzettel. Denn für die Mitarbeiter des Ordnungsamtes wird das über ein spezielles Computersystem leicht ablesbar sein.

Quelle: FR-Online  

 


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